Roter Salon

Ham­burg

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NÄCHSTER SALON

07.05.2026 | 18:30 Uhr
Franziska Haug und Lukas Betzler
„bin weiblich, bin männlich, doppelt“ 
– Queere DDR-Literatur

Foto: hier Urheber falls nötig

Die Veranstaltung

„Manchmal möchte ich eine Pflanze sein, beispielsweise Löwenzahn, oder lesbisch.“ (Irmtraud Morgner)

Die im Band ‘bin weiblich, bin männlich, doppelt‘. Queere DDR-Literatur (Mitteldeutscher Verlag 2025) versammelten Beiträge sind ein unvollständiger Versuch, den literarischen Spuren des Nichtidentischen in Geschlecht, Sexualität und Begehren in der Literatur der DDR nachzugehen. „Queer“ beschreibt – wenn auch nachträglich – das, was in Bezug auf Geschlechterfragen in der DDR-Literatur so kostbar und interessant ist: dass sich in ihr eine
Sprache der Abweichung, der Spuren und Reste für das Sexuelle, das Begehren und Geschlecht finden lässt.

Gemeinsam mit der Herausgeberin Franziska Haug und dem Literaturwissenschaftler Lukas Betzler wollen wir das Verhältnis von Queerness und Sozialismus, Utopie und Alltag, Realismus und Phantastischem uvm. in der Literatur der DDR diskutieren.

Franziska Haug hat nach ihrem Kunstpädagogik-, Soziologie- und Germanistik-Studium an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zu Arbeit als literarisches Verfahren der Geschlechterproduktion bei Thomas Brasch, Gisela Elsner, Elfriede Jelinek, Ronald M. Schernikau und in der Popmusik promoviert. Derzeit forscht sie als PostDoc im Projekt Light On! Queer Literatures and Cultures under Socialism zu Queerer DDR-Literatur.

Lukas Betzler studierte Deutsche Philologie und Geschlechterforschung in Göttingen und Paris und promovierte 2024 in Lüneburg mit einer Arbeit zu Kritischer Theorie und Literatur. Er forscht und veröffentlicht zur Kritischen Theorie, zur DDR- Literatur, zu Queer und Gender Studies sowie zum Antisemitismus. Gemeinsam mit Hauke Branding gab er Guy Hocquenghems Das homosexuelle Begehren (2019) neu heraus. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim.

VORSCHAU

19.04.2026
Sergio Bologna
Zur Geschichte des Operaismus in Italien

Filmvorführung und Diskussion des Roten Salons in Kooperation mit dem teorema e.v. und dem Italienischen  Kulturinstitut