Heinrich
Detering


Die Revolte der Erde -
Karl Marx und die Ökologie

Montag
24. November 2025
18:30 Uhr

Staats- und Universitäts­bibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Ökologie bei Marx mal anders gedacht

Ökologische Sensibilität bestimmt Karl Marx’ Werk  von  Anfang an. Sie ist nicht erst das Ergebnis eines späten Wandels, sondern imprägniert sein Denken von den frühen Schriften über das „Kapital“ bis in seine letzten Jahre. Marx nimmt das Naturdenken der Romantik auf und stelltes vom spekulativen Kopf auf die empirischen Füße. Dabei spielen Ludwig Tieck und Goethe eine nicht geringere Rolle als Charles Darwin oder Adam Smith. Poetische Texte und Schreibweisen durchdringen gesellschafts- und naturwissenschaftliche Diskurse.

In einer Verbindung von Ideengeschichte und intensiven Textlektüren legt der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Heinrich Detering die überraschende Aktualität von Marx’ Schreiben in unserer Zeit frei.

Heinrich Detering, geb. 1959, lehrt Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. 2003 erhielt er den Julius-Campe-, 2012 den H.-C.-Andersen-Preis. 2014 war er Aston Poet in Residence in Birmingham, 2012 Liliencron-Dozent für Lyrik in Kiel, 2008 Ehrengast der Villa Massimo, 2004 Poetikdozent in Mainz, 2003 Paul Celan Fellow in St. Louis.

Veröffentlichungen u. a.: An der Nachtwand (2023); Holzfrevel und Heilsverlust. Die ökologische Dichtung der Annette von Droste-Hülshoff (2020); Menschen im Weltgarten. Die Entdeckung der Ökologie von Haller bis Humboldt (2020); Der Antichrist und der Gekreuzigte. Friedrich Nietzsches letzte Texte (2010).

Material zur Veranstaltung

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