Daphne
Weber

Politik der Parole

Montag
30. März 2026
18:30 Uhr

Staats- und Universitäts­bibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Das Ende der Parole?

In Zeiten des Populismus ist das Image der Parole ramponiert: Sie vereinfacht, wird Komplexität nicht gerecht, agitiert, diskreditiert. Was aber ist eine Parole genau und welche Funktion erfüllt sie in politischen Mobilisierungen? Von den erbittert konkurrierenden Parteien der Weimarer Republik über die Massenmobilisierungen der Friedensbewegung in den 1980er Jahren, die Herrschaftspropaganda der SED in der DDR und das Aufbegehren der Friedlichen Revolution 1989 bis hin zu den Protesten rechter Bewegungen heute – anhand umfangreicher Materialien kommt Daphne Weber zu einer Neubewertung: Wer Politik macht, kommt an Parolen nicht vorbei. 

Statt die Parole als Kampfbegriff zur Diskreditierung des politischen Gegners zu verwenden, muss ihr potenter Charakter als rhetorisches Werkzeug politischer Mobilisierung neu entdeckt werden. Wie kann das gelingen? Wie steht es mit dem Talent zur Parole in der Linken heute? Es fehlt sicher nicht an Vielfalt und Witz (auch bei der Ironisierung müde gewordener Traditionsparolen wie „Hoch die Internationale …“) wohl aber an „Parolen“, hinter denen sich viele versammeln können. Diesem Thema wollen wir im kommenden Roten Salon mit Daphne Weber nachgehen.

Daphne Weber, Dr. phil., promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und forscht zu gewerkschaftlichen Kampagnen von rechts. Beim Forschungsprojekt “Confronting the Rise of Right-wing Authoritarianism” an der Universität Kassel ist sie seit 2026 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates.

Material zur Veranstaltung

Im Vorfeld jeder Veranstaltung veröffentlichen wir Buchbesprechungen, Texte und weiteres Material im Blog. Neueste Beiträge:

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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